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Die Kröten können kommen

Krötenpaar bei der Laichwanderung

An der Landstraße zwischen Ehlhalten und Vockenhausen hat der Main-Taunus-Kreis einen neuen Amphibienzaun aus Metall errichten lassen. Durch den Sturm Xynthia sei der neue Zaun zwar beschädigt worden, so der Erste Kreisbeigeordnete Hans-Jürgen Hielscher, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald habe ihn jedoch bereits so reparieren können, dass er dicht sei. „Die Kröten, Frösche und Molche können kommen.“

9.3.2010 - Schutz für Amphibien: MTK errichtet Metallzaun zwischen Ehlhalten und Vockenhausen.

Auf der Talseite der Straße war bereits 2003 beim Radwegebau ein Metallzaun aufgestellt worden. Nur auf der Bergseite hatte bislang ein Holzzaun gestanden. Weil er bereits rund 20 Jahre alt war, mussten immer mehr marode Bretter ersetzt werden. „Der Metallzaun wird uns viele Reparaturen ersparen“, so Hielscher. Die Kosten für den neuen Zaun lagen bei
insgesamt rund 28.000 Euro. Sie werden aus der naturschutzrechtlichen Ausgleichsabgabe bestritten, die bei Eingriffen in Natur und Landschaft erhoben wird.

Geplant wurde der neue Zaun von der Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland, besonders vom Ortsbeauftragten Kurt Müller. Beim Aufbau waren Langzeitarbeitslose aus der Naturschutzwerkstatt beteiligt, einem Projekt des Main-Taunus-Kreises und der
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, das Langzeitarbeitslosen den Einstieg ins Arbeitsleben erleichtern soll.

Laut Hielscher lebt eine der größten Erdkrötenpopulationen des Kreises – etwa 250 bis 300
Tiere – an den Gewässern an der Landstraße oberhalb von Vockenhausen. Außerdem ist dort eine Vielzahl anderer Arten zuhause, zum Beispiel Fadenmolch und Feuersalamander.
Zur Paarungszeit finden sich alle in den verschiedenen Gewässern in der Talaue ein. Ihre Landlebensräume liegen jedoch zum Teil auf der anderen Straßenseite. Deshalb
unterqueren zahlreiche Tiere die viel befahrene Landstraße zweimal im Jahr mit Hilfe von Röhren, so genannten Kleintierleitanlagen.

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